Ngala Rig’dzin Dorje

Nga-la Rig’dzin Dorje

trägt eine rotbraune to-nga

Diese Fotographie stammt aus einer früheren Phase in der Entwicklung des Apprentice-Programms von Ngak’chang Rinpoche. Ngala Rig’dzin Dorje trägt eine rotbraune to-nga (Weste), typisch für den allgemeinen Nyingma ngak’phang Stil, sowie einen einfachen rotbraunen Schal, welchen auch ein Mantrin tragen könnte. Damals trugen frisch ordinierte Schüler der Linie auch einen rotbraunen Ahamthab (ein 6-teiliger Rock) übereinstimmend mit der monastischen Kleidung. Durch diese Form von Roben ergab sich ein sichtbarer Unterschied zwischen ordinierten Schülern eines Lama, und Lamas die öffentlich lehrten und eigene Schüler annahmen.

Lehrende Lamas trugen den weißen Rock und ungeschnittenes Haar, was beides im Namen der ngak’phang sangha beschrieben wird, dem gö-kar-chang-lo’i-de: ‚Den weißen Rock, herunterhängende, lange geflochtene Haare‘. Diese Beschreibung für die ‚Weiße Sangha‘ geht auf Padmasambhava und Yeshé Tsogyel zurück. Auf dem Thangka-Gemälde hinter Ngala Rig’dzin Dorje ist Ma-gÇig Labdrön zu sehen, eine Inkarnation von Yeshé Tsogyel, die als Linien Lama betrachtet wird. Unter den allerersten Praktiken, zu denen Ngala Rig’dzin Dorje ermächtigt wurde, zählten jene rund um Ma-gÇig Labdrön.

Er erhielt diese zunächst durch Übertragung von Ngak’chang Rinpoche, und später von Kyabjé Chhi’mèd Rig’dzin Rinpoche, der Wiedergeburt von Ma-gÇigmas jüngstem Sohn, Gyalwa Thöndrüp. Wie Ngala Rig’dzin häufig betont, hat die Bedeutung dieser Praktiken für ihn, gemeinsam mit seiner Vertrautheit mit ihnen, über die Jahre ständig zugenommen hat. Weste, Schal, Kleid und Gürtel die Ngala Rig’dzin Dorje auf diesem Bild trägt, waren alle Geschenke von Ngak’chang Rinpoche, der diese während des größten Teils seiner Ausbildung in Indien und bei seinen dortigen Pilgerreisen trug, und die dementsprechend wertvoll sind. Gegenwärtig bemüht sich die Sangha stärker um eine grundlegende Differenzierung zwischen monastischer und nichtmonastischer Kleidung.

Ab dem Zeitpunkt, ab dem Schüler beginnen, sich ernsthaft für eine Ordination zu interessieren, schneiden sie ihre Haare nicht mehr. Und nach der Ordination trägt man heute in der Sangha die vollständige gö-kar chang-lo’i-de; somit auch die Weste in den Farben Rot und Weiß im Stil der Linie. Eine Ausnahme bildet die Takdröl, der Haarschmuck, der nur von Lehrern getragen wird, die ermächtigt wurden Schüler zu unterrichten.

Der gewöhnliche rote Schüler-Schal trägt entsprechend der Vision von Aro Lingma blaue und weiße Streifen und besteht somit aus allen drei yogischen Farben. Diese Details machen es für die Öffentlichkeit praktisch unmöglich, die Linie als Teil der monastischen Tradition zu sehen. Aber folglich ist heute nur noch der von Ngak’chang Rinpoche selbst hergestellte Gürtel unverändert in Verwendung. Ngala Rig’dzin Dorje schenkte ihn seiner Schülerin Naljorma Dzü’drül Pamo zum Anlass ihrer Ordination; somit wird nun bereits die dritte Generation von Praktizierenden der Linie durch ihn unterstützt.